Schließung der Dauerausstellung

Aufgrund bautechnischer Probleme muss die Dauerausstellung des Museums leider bis auf weiteres geschlossen bleiben. Im Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss werden aber weiterhin Ausstellungen zu sehen sein (bitte beachten sie dazu die aktuellen Coronabestimmungen).

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Ruinenlandschaften Zeichnung Bild: Ruinenlandschaft, 18.Jahrhundert, Foto: Stadtmuseum Weilheim i.OB

Seit der Zeit der Renaissance begeisterte man sich nicht nur für die Geschichte, Philosophie und Kunst der Antike, sondern interessierte sich auch für die materiellen Hinterlassenschaften dieser Epoche.  Insbesondere die Ruinen der monumentalen Tempel, Paläste und Thermen, wie man sie vor allem in Rom finden konnte, faszinierten die Gemüter.

Sie galten einerseits als Beweis von Größe, Macht und Pracht des römischen Reiches und wurden somit zu einem romantischen Sehnsuchtsort eines vermeintlich goldenen Zeitalters. Andererseits fungierten sie aber auch als Vanitas Symbol – als Hinweis darauf also, dass aller weltlicher Glanz und Ruhm vergänglich ist.

Vor diesem Hintergrund fand die Darstellung von Ruinen dann auch Eingang in die europäische Malerei. Im 18. Jahrhundert waren es vor allem die Zeichner und Maler Giovanni Battista Piranesi und Giovanni Paolo Pannini, die mit Abbildung realer und phantastischer Ruinenlandschaften große Erfolge feierten.

In diese Zeit gehören auch drei Zeichnungen aus der graphischen Sammlung des Stadtmuseums, die solche phantastischen Ruinenlandschaften zeigen. Sie gehen auf Radierungen des Venezianischen Künstlers Pietro Gaspari zurück.

Die dargestellten Gebäudeüberreste lassen sich nicht mit realen antiken Ruinen in Verbindung bringen, rufen aber Erinnerungen an das Forum Romanum oder die Ruinen des Palatins in Rom wach. Eingebettet in die Architekturreste sind kleine Gestalten, die Besucher, Viehhirten und auch immer wieder Personen zeigen, die die Ruinen abzuzeichnen scheinen. Daneben sind zahlreiche Reliefs, Sarkophage und Statuen  zu sehen, von denen man z.B. eine Abbildung des Herkules Farnese oder der Göttin Athena identifizieren kann.

Nachdem im 18. und 19. Jahrhundert die Stadt Rom nicht mehr nur als Pilgerort sondern auch als Höhepunkt der „Grand Tour“ genannten Bildungsreise junger Adliger und Söhne des aufstrebenden Bürgertums  besucht wurde, waren solche Ruinenlandschaften ein beliebtes Souvenir dieser frühen Art des Tourismus.

Die drei Zeichnungen sind vom 05.12.2017 bis zum 13.12.2017 in der Reihe Schätze aus dem Depot im Ausstellungsraum des Stadtmuseums zusehen.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag:
10:00 bis 17:00 Uhr

Sonntag und Montag:
geschlossen

Eintritt frei

Kontakt

Stadtmuseum Weilheim i.OB
Marienplatz 1
82362 Weilheim i.OB

Telefon 0881 682-6000
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